Mediennutzung und psychologisches Wohlbefinden

DFG-Young Scholars Network on Media Use and Well-Being

 

Welchen Einfluss hat die Mediennutzung auf das Wohlbefinden von Nutzerinnen und Nutzern? Welche positiven Wirkungspotentiale werden freigesetzt? Gibt es negative Folgen, mit denen sich Menschen in einer zunehmend vernetzten und von Medien durchdrungenen Alltagswelt konfrontiert sehen?

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Das Projekt ermöglicht den interdisziplinären Austausch zwischen exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und eine internationale Perspektive auf die Folgen der zunehmenden Mediennutzung. Ziel ist dabei eine unvoreingenommene Bestandsaufnahme sowohl der Chancen als auch der Risiken. "Die Folgen neuer medialer Entwicklungen für die Lebensqualität und die zugrunde liegenden Prozesse, die über das Entstehen positiver und negativer Medienwirkungen entscheiden, sind in vielen Bereichen noch völlig offen. Wir hoffen, durch unsere interdisziplinäre Perspektive hier einen innovativen Beitrag leisten zu können", so der Projektleiter, Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke.

dfg_logoDas von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Netzwerk führt die Perspektive von 15 internationalen Nachwuchsforscherinnen und -forschern zusammen, die sich über die Laufzeit von drei Jahren den Chancen und Risiken der Mediennutzung für das psychologische Wohlbefinden widmen werden. Das Netzwerk, das sich zu insgesamt drei Workshops in Mainz versammeln wird, vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Kommunikationswissenschaft, der Psychologie, der Medienpädagogik und der klinischen Suchtforschung. Neben Mitgliedern von acht deutschen Universitäten sind auch internationale Forscherinnen und Forscher von der University of Amsterdam, der Harvard University, der University of Maryland und der Universität Zürich am Projekt beteiligt.

 

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Jun.-Prof. Dr. Leonard Reinecke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-28319
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Online-Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU
» Website des Deutschen Forschungsgemeinschaft

 

 

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Gesundheitskommunikation im Spannungsfeld medialer und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse

mk_mmf_logo_rgb_transp20.–22.11.2014: Der rasante technologische Fortschritt und die damit einhergehenden Wandlungs- und Entgrenzungsprozesse führen nicht nur zu tiefgreifenden Veränderungen in Massenmedien und Journalismus, sondern auch in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig stellen soziale Veränderungsprozesse wie der demografische Wandel moderne Weiterlesen

Call for Papers der Tagung »Gesundheitskommunikation im Spannungsfeld medialer und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse«

 

Achtung: Die Frist für Einreichungen wurde bis zum 7.Juli verlängert.

 

Die zweite Tagung der Ad-hoc-Gruppe Gesundheitskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) findet in diesem Jahr im Rahmen des mainz media Forums vom 20.-22.11.2014 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

Einreichungen zum interdisziplinären Tagungsthema sind aus den Reihen aller Fachdisziplinen erwünscht. Vorschläge für Vorträge und/oder Poster können bis zum 7. Juli 2014 in Form von Extended Abstracts über www.conftool.net/gesundheitskommunikation2014 eingereicht werden. Weiterlesen

Pharmakologisches Neuroenhancement

Zwischen planbarem Wissenstransfer und nicht intendierten Rückwirkungen

 

Warum erreichen bestimmte Forschungsergebnisse die Bevölkerung und andere nicht? Wo informieren sich Nutzer über legale und verbotene Substanzen? Welche Rolle spielen Ärzte und Apotheker in den Vermittlungsprozessen zum Thema Hirndoping? Und welche die Medien?

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Der rasante Fortschritt in den modernen Neurotechnologien eröffnet der Medizin immer neue und weitreichendere Möglichkeiten, um Funktionen des Gehirns zu modulieren und zu verändern. Die Frage, inwieweit Medikamente, die ursprünglich zur Behandlung von Krankheiten entwickelt wurden, auch zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit von Gesunden eingesetzt werden können und sollten, wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert. Die pharmakologischen Neuroenhancer bergen, sowohl was den gesellschaftlichen Bedarf als auch was den ökonomischen Nutzen für die Hersteller angeht, grundsätzlich ein enormes Potential, werfen aber gleichzeitig neue ethische, rechtliche und soziale Fragen auf.

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Die meisten der eingesetzten Substanzen wie Methylphenidat (Ritalin®), Amphetamine oder Modafinil sind relativ einfach anzuwenden und werden innerhalb bestimmter Zielgruppen offenbar bereits heute genutzt. Angesichts der nach wie vor unklaren medizinischen (Neben-) Wirkungen und Risiken des Konsums dieser Substanzen durch Gesunde sowie der gesellschaftlichen und ethischen Implikationen kommt der Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse zu diesem Thema eine besondere gesellschaftliche Bedeutung zu. Im individuellen und kollektiven Meinungsbildungsprozess spielt die Frage, von wem welche wissenschaftlichen Ergebnisse wo und wie kommuniziert und besprochen werden, eine entscheidende Rolle. Bislang ist allerdings zu den Inhalten, den beteiligten Akteuren und den Mechanismen des Wissenstransfers zum pharmakologischen Neuroenhancement wenig bekannt. Und auch mögliche Veränderungen des Prozesses im Zuge des medialen Wandels etwa durch die Entstehung abgeschotteter Informationskreise im Internet wurden in diesem Kontext bisher kaum beleuchtet. Um das Potential und die Risiken des Neuroenhancements gesellschaftlich angemessen diskutieren zu können, scheint es sinnvoll, neben den Auswirkungen auf Individuen und Gesellschaft auch die Kommunikationswege, auf denen sich diese Auswirkungen bahnen, und deren Mechanismen intensiver zu erforschen.

BMBF_logoDas Verbundvorhaben gliedert sich in drei Teilprojekte. Teilprojekt 1 widmet sich den medizinischen und psychosozialen Aspekten des Wissenstransfers und beleuchtet insbesondere die Rolle von Wissenschaftlern, Ärzten und Apothekern. Teilprojekt 2 beschäftigt sich mit den ethischen Aspekten und der Rolle der Konsumenten. Teilprojekt 3 geht der Rolle von Medien und Journalisten im Wissenstransferprozess nach. Die interdisziplinäre Forschergruppe aus Kommunikationswissenschaft, Medizin und Philosophie geht gemeinsam den komplexen Transfer- und Vermittlungsprozessen zwischen Forschern, Ärzten und Apothekern, Journalisten und Bevölkerung auf den Grund. Ziel des Projekts ist es, den Wissenstransfer erstmals systematisch zu untersuchen und hinsichtlich seiner gesellschaftlichen Auswirkungen zu analysieren. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

mail Kontakt


Univ.-Prof. Dr. Oliver Quiring
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-25222
Email

 

Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb
Universitätsmedizin Mainz
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131-17-7335
Email

 

Dr. Dr. Andreas G. Franke
Universitätsmedizin Mainz
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131-39-36248
Email

 

PD Dr. Elisabeth Hildt
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Philosophisches Seminar
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131-39 227402
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Kommunikationswissenschaft« am Institut für Publizistik der JGU
» Website der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz der JGU
» Website des Arbeitsbereichs »Theoretische Philosophie« am Philosophischen Seminar der JGU
» Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

 

 

Bild: (oben): I-vista / pixelio.de (Mitte): Institut für Publizistik der JGU

Neue BMBF-Forschergruppe zum Thema „Wissenstransfer“

Wissenstransfer zum sogenannten pharmakologischen Neuroenhancement ab sofort im Mittelpunkt einer neuen interdisziplinären Forschergruppe

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In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt „Pharmakologisches Neuroenhancement – Zwischen planbarem Wissenstransfer und nicht intendierten Rückwirkungen" gehen Prof. Dr. Oliver Quiring (Institut für Publizistik) und seine Kollegen Prof. Dr. Klaus Lieb, Dr. Dr. Andreas G. Franke (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) Weiterlesen