Macht Facebook glücklich oder unglücklich? Befunde einer aktuellen Schülerbefragung in Rheinland-Pfalz

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24.11.2016: Der Griff zum Smartphone bestimmt zunehmend unser gesellschaftliches und soziales Leben. Dies gilt insbesondere für die heutige Generation Kinder und Jugendlicher, die in einer hoch digitalisierten Welt aufwächst. Wieweit dies zum Nutzen oder Schaden für die Entwicklung der Generation der sog. »Digital Natives« ist, wird sehr kontrovers und emotional diskutiert. Weiterlesen

Sommersemester 2016: Vorlesung »Medienkonvergenz«

Im Sommersemester 2016 organisiert der Forschungsschwerpunkt erneut die Vorlesungsreihe "Medienkonvergenz": Wissenschaft trifft Praxis!

In der Vorlesungsreihe sollen die Prozesse des „Zusammenwachsens“ oder auch „Verschmelzens“ der Kommunikation und der Medien auf technischer und inhaltlicher Ebene aufgegriffen und aus verschiedenen Perspektiven analysiert und diskutiert werden: Technik, Angebot und Nutzung, Unternehmen und Regulierung.
Neue theoretische Modelle und zentrale empirische Befunde aus der interdisziplinären Schnittstellen-Forschung der angegliederten Wissenschaftsbereiche werden vorgestellt. Darüber hinaus geben Gastvorträge spannende Einblicke in die medienwirtschaftliche Praxis: Führungskräfte aus Medienunternehmen stellen digitale Geschäftsfelder, Strategien und Veränderungsprozesse vor.

 

Die Vorlesungen finden mittwochs von 12-14 Uhr im Raum HS 20 (Jakob-Welder-Weg 11, 55128 Mainz) statt.

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Adaptation and Perception: Media Convergence

mk_mmf_logo_rgb_transp3.-5.12.2015: Adaptation is a key concept in the context of media convergence of story worlds and transmedia storytelling. The classical model of adaptation studies, which focuses on the relationships between book and film, has been reformulated in the past ten years to include more aspects of media convergence and participatory culture. The passive consumer has been replaced by the produser, the Weiterlesen

Mediennutzung und psychologisches Wohlbefinden

DFG-Young Scholars Network on Media Use and Well-Being

 

Welchen Einfluss hat die Mediennutzung auf das Wohlbefinden von Nutzerinnen und Nutzern? Welche positiven Wirkungspotentiale werden freigesetzt? Gibt es negative Folgen, mit denen sich Menschen in einer zunehmend vernetzten und von Medien durchdrungenen Alltagswelt konfrontiert sehen?

Family playing together with a laptop on a couch

Das Projekt ermöglicht den interdisziplinären Austausch zwischen exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und eine internationale Perspektive auf die Folgen der zunehmenden Mediennutzung. Ziel ist dabei eine unvoreingenommene Bestandsaufnahme sowohl der Chancen als auch der Risiken. "Die Folgen neuer medialer Entwicklungen für die Lebensqualität und die zugrunde liegenden Prozesse, die über das Entstehen positiver und negativer Medienwirkungen entscheiden, sind in vielen Bereichen noch völlig offen. Wir hoffen, durch unsere interdisziplinäre Perspektive hier einen innovativen Beitrag leisten zu können", so der Projektleiter, Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke.

dfg_logoDas von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Netzwerk führt die Perspektive von 15 internationalen Nachwuchsforscherinnen und -forschern zusammen, die sich über die Laufzeit von drei Jahren den Chancen und Risiken der Mediennutzung für das psychologische Wohlbefinden widmen werden. Das Netzwerk, das sich zu insgesamt drei Workshops in Mainz versammeln wird, vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Kommunikationswissenschaft, der Psychologie, der Medienpädagogik und der klinischen Suchtforschung. Neben Mitgliedern von acht deutschen Universitäten sind auch internationale Forscherinnen und Forscher von der University of Amsterdam, der Harvard University, der University of Maryland und der Universität Zürich am Projekt beteiligt.

 

mail Kontakt


Jun.-Prof. Dr. Leonard Reinecke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-28319
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Online-Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU
» Website des Deutschen Forschungsgemeinschaft

 

 

Bild: de.clipdealer.com

Schülerbefragung »always on«

Längsschnittstudie zur Mediennutzung

 

Welche Unterhaltungs-, Informationsangebote und Kommunikationswege werden zu welchem Zeitpunkt bedeutsam in der Alltagswirklichkeit Jugendlicher? Welches Potential verbirgt sich hinter dem selbstbestimmten Rückgriff auf die medialen Ressourcen des Internets? Welche Risiken für die psychische und soziale Entwicklung Jugendlicher können anhand der Nutzungsmuster erschlossen werden?

Young boy in bedroom using laptop and listening to MP3 player

Mediennutzung, konvergierende Medieninhalte und computervermittelte Kommunikation durchdringen zunehmend Bereiche des Lebens, die zuvor »medienfreie Inseln« des Alltags darstellten. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sind zunehmend »always on« und über Smartphone und mobiles Internet ständig mit ihrer Peer-Group und anderen Online-Inhalten verbunden. Die Folgen dieser zunehmend allgegenwärtigen Online-Nutzung für das psychologische Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer sind derweil noch weitgehend offen. Während der Zugang zu Informationen, Kommunikation und Unterhaltung zwar einerseits zahlreiche Chancen eröffnet, stellen die ständige Erreichbarkeit, sozialer Kommunikationsdruck und mögliche Konflikte zwischen Mediennutzung und anderen Tätigkeiten andererseits die Schattenseiten dieser Entwicklung dar.

Das primäre Ziel der Studie ist es, die Entwicklung der Online-Kommunikation Jugendlicher im Laufe der Adoleszenz nachvollziehbar zu machen. So soll für den wissenschaftlichen Diskurs ebenso wie für Verantwortliche in den Bereichen Politik, Bildung und Jugendschutz eine zuverlässige Informationsgrundlage zu elementaren Fragen der Internetnutzung Jugendlicher bereitgestellt werden. Als Gegenposition zu einer primär risikofokussierten Perspektive, die eine exzessive und suchtartige Internetnutzung, Cybermobbing und die Ausrichtung von Körperidealen an medienvermittelten Modellen in den Mittelpunkt stellt, soll in dieser Untersuchung auch die positive Seite der Internetnutzung beleuchtet werden.

Die repräsentative Längsschnittuntersuchung ist auf der Basis eines interdisziplinären theoretischen Ansatzes konzipiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen der Kommunikationswissenschaft, der Medienpsychologie, der psychosomatischen Medizin und Medienpädagogik befassen sich mit diesem Projekt. Damit bündelt das Team die umfassende in Mainz vertretene Expertise zu diesem hochaktuellen Thema. Jugendliche unterschiedlicher Jahrgangsstufen werden zu mehreren Messzeitpunkten an Schulen in Rheinland-Pfalz zu ihrem Kommunikationsverhalten und ihrer Internetnutzung befragt. Die Datenerhebung hat im Sommer 2015 begonnen und soll im Herbst fortgesetzt werden.

 

mail Kontakt


Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Erziehungswissenschaft
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-26652
Email

 

Jun.-Prof. Dr. Leonard Reinecke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-28319
Email

 

Univ.-Prof. Dr. Birgit Stark
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-25264
Email

 

Dr. Klaus Wölfling
Universitätsmedizin Mainz
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131 17-6147
Email

 

mail Weitere beteiligte Forscher


Univ.-Prof. Dr. Manfred E. Beutel
Universitätsmedizin Mainz
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131 17-7348
Email

 

Univ.-Prof. Dr. Oliver Quiring
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-25264
Email

 

Univ.-Prof. Dr. Christian Schemer
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-29373
Email

 

Dr. Mathias Weber
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-23209
Email

 

Dipl.-Soz. Michael Dreier
Universitätsmedizin Mainz
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131 17-5485
Email

 

Dipl.-Psych. Kai Müller
Universitätsmedizin Mainz
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131 17-4039
Email

 

Downloads Downloads


» Pressemitteilung zur Längsschnittstudie (31.08.2015)

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Medienkonvergenz« am Institut für Publizistik der JGU
» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Dynamiken von Gesellschaft und Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU
» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Kommunikationswissenschaft« am Institut für Publizistik der JGU
» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »OnlineKommunikation« am Institut für Publizistik der JGU
» Website der Arbeitsgruppe »Medienpädagogik« am Institut für Erziehungswissenschaft der JGU
» Website der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz der JGU
» Pressemitteilung der JGU 31.08.2015
» Pressemitteilung der JGU 11.03.2016

 

Links Pressestimmen


» Beitrag vom 01.09.2015 in der Allgemeinen Zeitung
» Beitrag vom 31.08.2016 im Informationsdienst Wissenschaft
» Beitrag der SWR-Landesschau aktuell Rheinland-Pfalz
» Beitrag vom 23.11.2016 in der Rhein-Zeitung
» Beitrag vom 25.11.2016 im Deutschlandfunk
» Beitrag vom 26.11.2016 in der Frankfurter Neuen Presse
» Beitrag vom 28.11.2016 in der Allgemeinen Zeitung
 

 

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Sommersemester 2015: Ringvorlesung »Medienkonvergenz«

Im Sommersemester 2015 organisiert der Forschungsschwerpunkt erneut die interdisziplinäre Ringvorlesung "Medienkonvergenz": Wissenschaft trifft Praxis!

In der Vorlesungsreihe sollen die Prozesse des „Zusammenwachsens“ oder auch „Verschmelzens“ der Kommunikation und der Medien auf technischer und inhaltlicher Ebene aufgegriffen und aus verschiedenen Perspektiven analysiert und diskutiert werden: Technik, Angebot und Nutzung, Unternehmen und Regulierung.
Neue theoretische Modelle und zentrale empirische Befunde aus der interdisziplinären Schnittstellen-Forschung der angegliederten Wissenschaftsbereiche werden vorgestellt. Darüber hinaus geben Gastvorträge spannende Einblicke in die medienwirtschaftliche Praxis: Führungskräfte aus Medienunternehmen stellen digitale Geschäftsfelder, Strategien und Veränderungsprozesse vor.

 

 

Die Vorlesungen finden montags von 16-18 Uhr im Raum HS 20 (Jakob-Welder-Weg 11, 55128 Mainz) statt. Am 20. Juli findet die Veranstaltung im Raum P102 (Duesbergweg, 55128 Mainz) statt.

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Learning Apps erhält pädagogischen Interaktiv-Preis 2014

smallLogoAm 18. November 2014 fand im Münchner Kulturzentrum Gasteig die Preisverleihung des pädagogischen Interaktiv-Preises "Pädi 2014" statt. Den Sonderpreis erhielt in diesem Jahr learningapp.com, ein Gemeinschaftsprojekt der Pädagogischen Hochschule Bern, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Hochschule Zittau/Görlitz.

Mit dem pädagogischen Interaktiv-Preis "Pädi" würdigt die medienpädagogische Facheinrichtung "SIN - Studio im Netz" Medienangebote für Heranwachsende mit dem Siegel "pädagogisch empfehlenswert". Der Preis dient Eltern als Orientierungshilfe bei der Vielfalt der Medienangebote und hilft, geeignete Medienprodukte für Kinder zu finden. Weiterlesen

Adaption / Adaptation

Ästhetische Prozesse der Umgestaltung und Aneignung im Zeitalter der Medienkonvergenz: Empirische und kulturtheoretische Grundlegung einer Ästhetik der Adaption.
Aesthetic Processes of Transformation and Appropriation in the Age of Media Convergence: Empirical and Cultural Theoretical Foundations of an Aesthetics of Adaptation

 

Adaption

 

Medienkonvergenz ist eines der herausragenden Kennzeichen von Adaptationsvorgängen in den Künsten: Wenn eine mündlich überlieferte Geschichte schriftlich fixiert wird und als Oper den Weg auf die Bühne, in den Film, zu Youtube findet und auf einem Smartphone abgespielt wird, sind vielfache Prozesse des Medienwechsels zu beobachten, die jeweils ihre Spuren im Narrativ hinterlassen. Funktion und Bedeutung der Geschichte verändern sich im jeweiligen Transformationsprozess medienkontingent, denn auch jedes Medium transportiert eigene Bedeutungsdimensionen im Vorgang der Rezeption. Es ist etwas anderes, ob ich den Mythos von Medea als Einschlafgeschichte erzähle, bei Schwab nachlese, im Anzug in der Oper erlebe, Pasolinis Film 1995 in einem underground-Kino in Berlin gesehen habe oder einem Freund Maria Callas in einem Clip auf dem Handy unterwegs schnell mal zeige. Da alle diese Rezeptionsformen potenziell gleichzeitig zur Verfügung stehen und sich gegenseitig beeinflussen und widerspiegeln, lässt sich hier von einer Medienkonvergenz sprechen, die historisch schon länger zu beobachten ist, aber in einer Weise beschleunigt worden ist, dass wir von einem qualitativen und nicht nur quantitativen Wechsel sprechen können. In ästhetischen Zusammenhängen ist dabei die Adaption sowohl produktionsästhetisch wie rezeptions-ästhetisch das entscheidende Verfahren. Media convergence is one of the most salient features of adaptation in the arts. When an oral tradition is put into writing and becomes an opera on stage, becomes a film, becomes a Youtube clip and is viewed on a hand-held mobile device, a multitude of media conversion processes can be observed. Each step of the process leaves a trace in the narrative. The function and the meaning of the story change depending on the respective medium because each medium carries its own significance in the context of reception. There is a difference if I tell the myth of Medea as a bedtime story or if I read it up in a modern retelling; if I wear a dinner jacket and sit in the opera house, or if I saw Pasolinis film in 1995 in an underground cinema in Berlin; or if I quickly show Maria Callas to a friend on my mobile while riding a bus. Since all these forms of reception are available simultaneously and influence and mirror each other, we may speak of a media convergence which has been around for a while already, though this process of convergence has sped greatly in the more recent past. This acceleration is more than just a quantitative change: in aesthetic contexts, adaptation is the most relevant procedure in terms of production as well as reception.

 

‚Adaption‘ ist ein äußerst anschlussfähiger Begriff aus vielen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften. Er wird genauso in der Entwicklungsbiologie (Darwin), wie den Neurowissenschaften oder den Literatur- und Filmwissenschaften benutzt. Er bezeichnet die Anpassungs- oder Transformationsprozesse, mit denen ein Organismus, eine neuronale Struktur oder ein Kunstwerk in einen neuen Zusammenhang eingepasst wird. Der Begriff kommt vom lateinischen ‚aptum‘, das vor allem ‚angemessen‘ bedeutet und eine wichtige Rolle in der Rhetorik spielt, wo eine Rede dem Redner, dem Gegenstand und den Zuhörern angemessen zu sein hat. Was hier auch den Takt bedeutet, mit dem diese gesellschaftlich oder politisch feinsinnige Abschätzung der Angemessenheit zu erfolgen hat, ist in den Naturwissenschaften ein oftmals komplexes Funktionsverhältnis, das schon Darwin oft auch als „beautiful“ beschrieben hat, da es eine verblüffend präzise Einpassung von Organismen oder Strukturen in komplizierte biotopische Verhältnisse bedeutet. Adaption ist also keine grobkörnige Zurechtmachung eines Gegenstandes durch natürliche oder kulturelle Prozesse oder Akteure, sondern eine detailreiche Kalibrierung und Justierung, die nicht nur als Produkt, sondern auch als Prozess (Hutcheon) zu verstehen ist. ‘Adaptation’ is a highly resonant term in many disciplines: ‘adaptation’ is at home in evolutionary biology (Darwin) as well as in the neurosciences, film and literary studies. It describes the processes of adjustment or conformation and transformation which help to fit an organism, a neuronal structure or a work of art into a new context. The term derives from the Latin word ‘aptum’ which means ‘appropriate’ and plays an important role in rhe-torics where it designates the appropriateness of the speech to the speaker, to the topic and to the audience. In cultural contexts, this means also the tactful appreciation of political or social relations and their appropriateness. In the sciences, it often designates highly complex functional relationships, which were described by Darwin as “beautiful” because they imply an astonishingly finely tuned integration of organisms and structures into complex habitats. Hence, adaptation is not a coarse-grained fitting of an object through natural or cultural processes or agents, but is a detailed fine-tuning, which is simultaneously process and product (Hutcheon).

 

Linda Hutcheon hat in ihrer Theory of Adaptation (2012) für die menschliche Vorstellungskraft wegweisend festgehalten, dass die Adaption keineswegs die Ausnahme, sondern die Regel ist. Marcus Boon konstatiert noch fundamentaler in seinem Praise of Copying (2010): „copying is a fundamental part of being human“(7). Diese theoretischen Positionen zeigen in Richtung dessen, was im Zusammenhang der Medienkonvergenz für unsere Forschung interessant ist: Grundlagen einer auch empirisch erforschten Ästhetik der Adaption zu schaffen. Das bedeutet die Zusammenführung von geisteswissenschaftlichen Ansätzen und Arbeiten mit einer psychologisch flankierten neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung, bei der spekulativ ebenso wie experimentell die ästhetischen Dimensionen der Adaption als medienkonvergenter Prozess in psychophysiologischer und politisch-gesellschaftlicher Hinsicht erforscht werden. In her Theory of Adaptation (2012), Linda Hutcheon points out that for human imagination adaptation is the norm and not the exception. Marcus Boon is even more radical in his Praise of Copying (2010), claiming: “copying is a fundamental part of being human” (7). These theoretical positions point in the direction of our media convergence research focus, namely to establish an empirically grounded aesthetics of adaptation which entails the collaboration of the humanities with psychologically supported neuro-scientific basic research. This covers both theoretical concerns and empirical experiments in order to study the aesthetic dimensions of adaptation as a media convergent process in terms of psychophysiology as well as in terms of sociopolitics of culture.

 

Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe unter dem Banner der Transmedialität wurden in dem von Renner, von Hoff und Krings herausgegebenen Band Medien. Erzählen. Gesellschaft. (Bd. 2 der Schriftenreihe Medienkonvergenz, 2013) dokumentiert. Unter dem Leitbegriff der Adaption wurde eine Tagung im Nationalen Filminstitut und Nationalen Filmmuseum Frankfurt abgehalten, wo die Grundlagen für den von Pascal Nicklas und Dan Hassler-Forest (Universität Amsterdam) bei Palgrave Macmillan herausgegebenen Band Politics of Adaptation – Ideology and Globalization (2015) gelegt wurden. Außerdem wurde im WS 2013/2014 eine Vorlesungsreihe zum Thema veranstaltet. Für 2015 ist eine internationale Konferenz zum Thema Adaptation and Perception geplant. First results have been edited under the banner of transmediality by Renner, von Hoff and Krings: Medien. Erzählen. Gesellschaft. (vol. 2 of the Media Convergence edition, 2013). Adaptation was inaugurated as the research focus at a conference at the German National Film Museum and German Film Institute in Frankfurt (Main). At this meeting the foundation was laid for the Palgrave Macmillan volume Politics of Adaptation – Ideology and Globalization (2015) edited by Pascal Nicklas and Dan Hassler-Forest (University of Amsterdam). There was also a lecture series during the winter semester 2013/14. In 2015, there will be an international Conference on Adaptation and Perception.

 

mail Kontakt


PD Dr. Pascal Nicklas
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Mikroskopische Anatomie und Neurobiologie
D 55131 Mainz
Tel. +49 6131 17-5769
Email
Prof. Dr. Dagmar von Hoff
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Deutsches Institut
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-26789
Email
Prof. Dr. Matthias Krings
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Ethnologie und Afrikastudien
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-26800
Email

 

Links Weiterführende Links


» Tagung Aesthetic Attention vom 22.-23.11.2013 in Mainz

 

Gesundheitskommunikation im Spannungsfeld medialer und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse

mk_mmf_logo_rgb_transp20.–22.11.2014: Der rasante technologische Fortschritt und die damit einhergehenden Wandlungs- und Entgrenzungsprozesse führen nicht nur zu tiefgreifenden Veränderungen in Massenmedien und Journalismus, sondern auch in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig stellen soziale Veränderungsprozesse wie der demografische Wandel moderne Weiterlesen

Neue BMBF-Forschergruppe zum Thema „Wissenstransfer“

Wissenstransfer zum sogenannten pharmakologischen Neuroenhancement ab sofort im Mittelpunkt einer neuen interdisziplinären Forschergruppe

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In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt „Pharmakologisches Neuroenhancement – Zwischen planbarem Wissenstransfer und nicht intendierten Rückwirkungen" gehen Prof. Dr. Oliver Quiring (Institut für Publizistik) und seine Kollegen Prof. Dr. Klaus Lieb, Dr. Dr. Andreas G. Franke (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie) Weiterlesen