Band 10: „Die »Googleisierung« der Informationssuche – Suchmaschinen zwischen Nutzung und Regulierung“

hrsg. von Birgit Stark, Dieter Dörr, Stefan Aufenanger

erschienen im August 2014

Cover Google_neu                                                                        Kurzbeschreibung
Suchmaschinen ermöglichen den Zugang zu Informationen im Internet und machen es als grenzenloses Informationsportal nutzbar. Netzinhalte, die nicht durch Suchmaschinen auffindbar sind, existieren für die Internetnutzer  gar nicht - ein großes Gefahrenpotenzial für den einzelnen Nutzer und die Gesellschaft. Der vorliegende Band beleuchtet das Phänomen aus kommunikationswissenschaftlicher, rechtlicher, pädagogischer und technischer Perspektive.

Band 9: „Perspectives on Privacy – Increasing Regulation in the USA, Canada, Australia and European Countries“

hrsg. von Dieter Dörr, Russell L. Weaver

erschienen im März 2014

MC-Bd9Kurzbeschreibung

Infolge der rasanten Entwicklungen im Kommunikationsbereich, steht das Recht auf Privatsphäre vor immer neuen Herausforderungen. Die zunehmende Digitalisierung und Internationalisierung von Kommunikationsprozessen werfen zahlreiche Fragen auf und führen dort zu Konflikten, wo nationale Rechtsordnungen und Wertvorstellungen aufeinander prallen. Insbesondere im Bereich des Datenschutzes und der Frage nach der Haftung von Online-Dienstanbietern sind universelle Lösungsansätze gefragt. Im vorliegenden Werk stellen sich ExpertInnen aus Europa, Australien, USA und Kanada einem internationalen Dialog, der zumindest Impulse für einen nachhaltigen Schutz des Rechts auf Privatsphäre geben soll. Weiterlesen

Googleisierung der Informationssuche

Suchmaschinen im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Regulierung

 

Welche Rolle spielen Suchmaschinen als die neuen Intermediäre der digitalen Suche? Welche Gefahren birgt die Marktmacht Googles? Wie viel geben indiviudalisierte Suchprofile von der Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer preis?

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Im Mittelpunkt des Projektes stehen Suchmaschinen als Schlüssel zur Aufbereitung und zum Finden digitaler Informationen. Ohne ihre sortierende, strukturierende und filternde Hilfe wäre eine Nutzung des Internets in der üblichen Form schlichtweg undenkbar. Vor allem die personalisierte bzw. soziale Suche birgt aber enorme Risiken für die Nutzerinnen und Nutzer, derer sich diese oft nicht bewusst sind: Individualisierte Suchergebnisse – zugeschnitten auf vorhandene Bedürfnisse und Interessen der User und abgestimmt auf Empfehlungen von Freunden aus sozialen Netzwerken – werden zur Regel. Die Gefahr eines eingeschränkten Informationszugangs, gesteuert von großen Konzernen wie Google, steigt. Dadurch steht die medienpolitische Sicherung von Vielfalt im digitalen Medienensemble vor großen Herausforderungen.

Trotz dieser enormen gesellschaftlichen Bedeutung von Suchmaschinen im Allgemeinen und Google im Besonderen ist dieses komplexe Phänomen bisher erst in Ansätzen untersucht. Insbesondere fehlen Untersuchungen, die es nicht aus der isolierten Sicht einer Disziplin betrachten, sondern sich ihm in einem integrativen Ansatz aus verschiedenen Perspektiven nähern. Das vorliegende Projekt trägt zur Schließung dieser Forschungslücke bei. Es beleuchtet das Phänomen interdisziplinär aus kommunikationswissenschaftlicher, medienrechtlicher und medienpädagogischer Sicht und leistet durch die Integration dieser Perspektiven einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis und zur Prognose gegenwärtiger und zukünftiger Entwicklungen der Medienkonvergenz.

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Auf der Basis einer qualitativen und quantitativen Nutzerbefragung wird die Kompetenz der Nutzer im Umgang mit Suchmaschinen analysiert. Die Befragungen liefern Erkenntnisse darüber, wie Menschen im Internet nach Informationen suchen, wie sie dabei mit Suchmaschinen umgehen und wie stark ihr Problembewusstsein in diesem Bereich ausgebildet ist. Im Kontext der Ergebnisse werden medienpolitische und medienpädagogische Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Die rechtliche Bewertung des Sachverhalts diskutiert insbesondere die Frage, ob vielfaltssichernde Regelungen erforderlich sind und wie diese ausgestaltet werden könnten. Aus medienpädagogischer Sicht stellt sich insbesondere die Frage, inwieweit erfolgreiche Konzepte aus anderen Bereichen auf die Suchmaschinennutzung übertragen werden können oder ob hierfür ganz neue Instrumente gefunden werden müssen.

 

mail Kontakt


Univ.-Prof. Dr. Birgit Stark
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-25264
Email

 

Univ.-Prof. Dr. Dieter Dörr
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Haus Recht und Wirtschaft I
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-23044
Email

 

Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Erziehungswissenschaft
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-26652
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Medienkonvergenz« am Institut für Publizistik der JGU
» Website der Professur für Medienrecht der Abteilung Rechtswissenschaft an der JGU
» Website der Arbeitsgruppe »Medienpädagogik« am Institut für Erziehungswissenschaft der JGU
» Magazin HAZ sonntag vom 1.9.2013
» marketingfisch.de vom 27.8.2013
» FAZnet vom 22.8.2013
» SWR2 Impuls: Gespräch mit Prof. Dr. Birgit Stark vom 20.8.2013
» WirtschaftsWoche vom 19.8.2013
» taz vom 18.8.2013
» Zeit Online vom 16.8.2013
» focus.de vom 15.08.2013
» Stuttgarter Zeitung vom 15.8.2013
» iX Magazin von heise online vom 15.8.2013
» medienpolitik.net vom 17.2.2014
» medienpolitik.net vom 24.2.2014

 

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» Methodensteckbrief und zentrale Ergebnisse

Persönlichkeitsrechte vs. Autocomplete-Funktion – Das Google-Urteil des BGH

mk_mmf_logo_rgb_transp19.07.2013: Verletzt die Autocomplete-Funktion der Suchplattform Google die Persönlichkeitsrechte? Der Bundesgerichtshof traf am 14. Mai 2013 eine wichtige Entscheidung darüber. Die Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff hatte geklagt, weil ihr Name mit zwielichtigen Worten vervollständigt wurde. Der Entscheidung des BGH wird eine wegweisende Bedeutung für zukünftige Fälle automatisierter Daten- und Informationsgenerierung im  Internet zugeschrieben. Weiterlesen

Band 3: „The Right to Privacy in the Light of Media Convergence – Perspectives from Three Continents“

hrsg. von Dieter Dörr, Russell L. Weaver

erschienen im Mai 2012

MC-Bd3Kurzbeschreibung

Das Recht auf Privatsphäre sieht sich durch den rasanten Wandel der Kommunikationskultur immer neuen Angriffsformen ausgesetzt, die lange schon nicht mehr vorwiegend von Staaten, sondern gleichermaßen von privater Seite ausgehen. Nicht zuletzt durch die globale Vernetzung digitaler Informationen ist der Schutz der Privatsphäre längst zu einer internationalen Herausforderung geworden. Hier stoßen nationale Rechtsordnungen und dort verankerte Wertevorstellungen rasch aufeinander. In diesem Werk nehmen sich Experten aus Europa, Australien und den USA dieser Herausforderung an und bieten eine interkontinentale Sicht auf die Frage, wie das Recht auf Privatsphäre in Zukunft zu verteidigen ist. Weiterlesen