Publizistische Gewaltenteilung – also doch?

mk_mmf_logo_rgb_transp

12.05.2017: Das spannungsreiche Verhältnis von Presse und öffentlich-rechtlichem Rundfunk hat einen neuen Tiefpunkt erreicht: Die Rechtsprechung im Fall »Tagesschau-App« hat das rundfunkrechtliche Verbot presseähnlicher nichtsendungsbezogener Online-Angebote zu einer wehrhaften Sperre gegen »textlastige« Beiträge in den Mediatheken der Anstalten Weiterlesen

Macht Facebook glücklich oder unglücklich? Befunde einer aktuellen Schülerbefragung in Rheinland-Pfalz

mk_mmf_logo_rgb_transp

24.11.2016: Der Griff zum Smartphone bestimmt zunehmend unser gesellschaftliches und soziales Leben. Dies gilt insbesondere für die heutige Generation Kinder und Jugendlicher, die in einer hoch digitalisierten Welt aufwächst. Wieweit dies zum Nutzen oder Schaden für die Entwicklung der Generation der sog. »Digital Natives« ist, wird sehr kontrovers und emotional diskutiert. Weiterlesen

Besuch des Wissenschaftsministers Professor Wolf beim Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz

10.11.2016: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsschwerpunkts bieten diverse Einblicke in das Themenfeld "Mensch – Medien – Kommunikation"

An der JGU befasst sich der interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz bereits seit 2008 mit vielseitigen Forschungsfragen, die sich aus dem rasanten und tiefgreifenden Struktur- und Funktionswandel der Medienlandschaft ergeben. Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung prägen zunehmend unseren Alltag. Sie verändern fundamental die Art und Weise, wie Menschen kommunizieren und sich informieren, wie Meinungen entstehen und wie politische Prozesse funktionieren. Durch die Integration unterschiedlicher fachlicher Expertisen können digitale Veränderungsprozesse in ihrer Gesamtheit betrachtet werden, umso der immensen Komplexität der Entwicklungen gerecht zu werden. Damit kann die Forschung auch die politische Diskussion zum Thema Digitalisierung bereichern und Handlungsempfehlungen aussprechen. Wichtig ist deshalb der Wissenstransfer in die Öffentlichkeit unter der Dachmarke Mainz Media Forum und die Vernetzung mit den Medienunternehmen in der Region. "Mit großer Geschwindigkeit verändert und revolutioniert die Digitalisierung unser Leben. Sie durchdringt alle Lebens-, Gesellschafts- und Arbeitsbereiche. Ich bin daher sehr gespannt auf die aktuellen Forschungsergebnisse, die uns von den Mainzer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hier präsentiert werden", erklärt Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf, der zu dieser Pressereise eingeladen hatte. Weiterlesen

Neues Forschungsprojekt: Informationsintermediäre und ihr Einfluss auf Meinungsbildungsprozesse

Kooperation des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)

 

Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Demokratie, denn sie liefern Informationen und stellen verschiedene Standpunkte zu politischen Themen dar. Auf dieser Grundlage sollen sich die Bürger eine eigene, fundierte Meinung bilden und am demokratischen Willensbildungsprozess teilhaben können. Diese Vermittlungsleistung obliegt im digitalen Zeitalter nicht mehr ausschließlich den klassischen Medien, sondern auch Informationsintermediären wie Google und Facebook, deren Plattformen die Aufmerksamkeit der Bürger lenken. Ihre Bedeutung für die Meinungsbildung wird bislang überwiegend im Kontext der viel zitierten Filter Bubble diskutiert und ist empirisch aber noch kaum untersucht: Offen ist vor allem, ob und wie algorithmenbasierte Personalisierungslogiken zu einer verzerrten Vermittlung und Wahrnehmung von gesellschaftlich relevanten Themen führen. Weiterlesen

„Irgendwas mit Medien“ – FAZ-Gespräch mit Sprecherin Birgit Stark

In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärt unsere Sprecherin Prof. Dr. Birgit Stark die Gründzüge des sozialwissenschaftlichen Fachs Kommunikationswissenschaft und räumt die gängigen Vorurteile zum empirischen Publizistikstudium in Mainz aus. "Irgendwas mit Medien?" – Hier steckt mehr drin!

Anschauen kann man sich das Gespräch hier.

 

Mediennutzung und psychologisches Wohlbefinden

DFG-Young Scholars Network on Media Use and Well-Being

 

Welchen Einfluss hat die Mediennutzung auf das Wohlbefinden von Nutzerinnen und Nutzern? Welche positiven Wirkungspotentiale werden freigesetzt? Gibt es negative Folgen, mit denen sich Menschen in einer zunehmend vernetzten und von Medien durchdrungenen Alltagswelt konfrontiert sehen?

Family playing together with a laptop on a couch

Das Projekt ermöglicht den interdisziplinären Austausch zwischen exzellenten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und eine internationale Perspektive auf die Folgen der zunehmenden Mediennutzung. Ziel ist dabei eine unvoreingenommene Bestandsaufnahme sowohl der Chancen als auch der Risiken. "Die Folgen neuer medialer Entwicklungen für die Lebensqualität und die zugrunde liegenden Prozesse, die über das Entstehen positiver und negativer Medienwirkungen entscheiden, sind in vielen Bereichen noch völlig offen. Wir hoffen, durch unsere interdisziplinäre Perspektive hier einen innovativen Beitrag leisten zu können", so der Projektleiter, Juniorprof. Dr. Leonard Reinecke.

dfg_logoDas von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Netzwerk führt die Perspektive von 15 internationalen Nachwuchsforscherinnen und -forschern zusammen, die sich über die Laufzeit von drei Jahren den Chancen und Risiken der Mediennutzung für das psychologische Wohlbefinden widmen werden. Das Netzwerk, das sich zu insgesamt drei Workshops in Mainz versammeln wird, vernetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Kommunikationswissenschaft, der Psychologie, der Medienpädagogik und der klinischen Suchtforschung. Neben Mitgliedern von acht deutschen Universitäten sind auch internationale Forscherinnen und Forscher von der University of Amsterdam, der Harvard University, der University of Maryland und der Universität Zürich am Projekt beteiligt.

 

mail Kontakt


Jun.-Prof. Dr. Leonard Reinecke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-28319
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Online-Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU
» Website des Deutschen Forschungsgemeinschaft

 

 

Bild: de.clipdealer.com

Neue Medien, neue Logik?

Zur Mediatisierung politischer Kommunikation in sozialen Online-Netzwerken am Beispiel der Kommunikation von Bundestagsabgeordneten auf Facebook

 

Welche Kommunikationsstrategien und -elemente nutzen politische Akteure in der Kommunikation auf Facebook? Treten Unterschiede zwischen direkter Wähleransprache und Presseansprache auf? Wie wirkt sich die Kommunikationslogik der sozialen Netzwerke auf die Selektions- bzw. Informationsentscheidungen der Rezipientinnen und Rezipienten aus?

Foto: Alexander Klaus / pixelio.de

 Spätestens seit dem „Online-Wahlkampf“ von Barak Obama im Jahre 2008 wird das Potenzial des Internets für die politische Kommunikation und Kampagnenführung breit diskutiert. Das Internet hat sich in der Wahlkampfführung längst etabliert und spielt für politische Akteure eine zunehmend gewichtigere Rolle. Insbesondere die sozialen Medien erfahren diesbezüglich einen Bedeutungsgewinn in der öffentlichen Wahrnehmung und auch unter politischen Akteuren selbst scheint die Einsicht in die Relevanz der sozialen Medien kontinuierlich zu wachsen.

Vor dem Hintergrund der digitalen Transformationsprozesse und der damit verbundenen (technischen) Möglichkeit der direkten Wähleransprache wird die zentrale Bedeutung der »klassischen« Massenmedien und damit die Notwendigkeit einer Ausrichtung an deren Selektionsroutinen zunehmend infrage gestellt. Damit verbunden ist die Frage, welcher Logik die politische Kommunikation folgt, wenn sie sich nicht zwingend an medialen Selektionskriterien ausrichten muss, um potenzielle Wählerinnen und Wähler zu erreichen.

Mit einer Längsschnittuntersuchung des Kommunikationsverhaltens von Bundestagsabgeordneten auf Facebook soll Antwort auf die obengenannten Fragen gegeben werden. Dazu werden die Statusmeldungen von Bundestagsabgeordneten in einem Zeitraum von 2009 bis 2016 inhaltsanalytisch erfasst und untersucht.

 

mail Kontakt


Univ.-Prof. Dr. Marcus Maurer
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-22579
Email

 

Pablo Jost, M.A.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-29392
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Politische Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU

 

 

Bild: oben: Alexander Klaus / pixelio.de

Selective Exposure Online

Die Rolle von Einstellungskonformität und Social Cues bei der Selektion von Online-Nachrichten

 

Suchen sich Rezipientinnen und Rezipienten von Online-Nachrichten vermehrt solche Meldungen aus, die ihren eigenen Einstellungen und Ansichten entsprechen? Welchen Einfluss haben »Likes« in sozialen Netzwerken auf den Einfluss der Einstellungskonformität auf die Selektion von Online-Nachrichten?

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Die Verbreitung des Internets hat die Verfügbarkeit von Nachrichten drastisch verändert. Das Online-Angebot ist in dieser Hinsicht durch ein Höchstmaß an Diversität gekennzeichnet, was eine zeitlich flexible und individualisierbare Nachrichtennutzung ermöglicht. Das Internet hat sich damit zu einem bedeutsamen Nachrichtenmedium entwickelt. Stärker denn je lassen sich Informationen in Anlehnung an bestehende Interessen und Einstellungen auswählen, während dissonante Inhalte problemlos gemieden werden können. Mögliche Konsequenzen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, betreffen Prozesse der Fragmentierung und der Polarisierung der Meinungsbildung.

Demgegenüber steht der Bedeutungszuwachs des Social Web für den Nachrichtenkonsum. Social Media Icons, über die die Beliebtheit im Social Web ersichtlich wird bzw. über die Artikel auch direkt »geteilt« oder »geliked« werden können, sind inzwischen fester Bestandteil von Nachrichten-Seiten. Die Konvergenz aus sozialen Netzwerken und klassischen Nachrichtenseiten führt dazu, dass Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr nur auf Basis von Inhalten Nachrichten selektieren, sondern auch Social Cues den Auswahlprozess beeinflussen, worunter insbesondere die Anzahl der »Likes« eines Artikels und der Sender von empfohlenen News zu verstehen sind.

Die Studie hat zum Ziel, den Einfluss von Social Cues im Kontext einstellungskonformer bzw. dissonanter Nachrichtenselektion zu überprüfen. In zwei Experimenten sollen dabei die Bedeutung von »Likes« und Empfehlungen bei der Rezeption von Nachrichten auf klassischen Nachrichtenseiten und auf sozialen Netzwerken untersucht werden.

 

mail Kontakt


Univ.-Prof. Dr. Christian Schemer
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-29373
Email

 

Jun.-Prof. Dr. Leonard Reinecke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-28319
Email

 

Svenja Schäfer, M.A.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-29381
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Dynamiken von Gesellschaft und Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU

» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Online-Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU

 

 

Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Wahrnehmung des Medienwandels

Medienkonvergenz aus Nutzersicht – Eine Exploration der existierenden Vorstellungen mittels kognitiver Verfahren

 

Welche Veränderungen im Medienbereich und welche Phänomene der Medienkonvergenz nehmen Mediennutzerinnen und -nutzer wahr und welche von der Medienforschung untersuchten Phänomene und Folgen des Medienwandels liegen außerhalb des bewussten Erfahrungshorizonts der Rezipientinnen und Rezipienten? Welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen werden aus den Beobachtungen des Medienwandels für das eigene Mediennutzungsverhalten gezogen?

Foto: Dr. Stephan Barth / pixelio.de

Die Wahrnehmung von Veränderungen, die die eigene Lebenswelt betreffen, haben unterschiedliche Auswirkungen auf Individuen und ihr Verhalten. Im Mittelpunkt dieser Studie steht deshalb die Frage, welche Vorstellungen Medienrezipientinnen und -rezipienten von den Veränderungsprozessen im Medienbereich, und insbesondere von Prozessen der Medienkonvergenz, haben. Diese Untersuchung baut auf einer standardisierten Befragung zum Thema Medienwandel auf, in deren Rahmen sich gezeigt hat, dass Vorstellungen über den Medienwandel zahlreiche Konsequenzen haben können – über die Zahlungsbereitschaft für Medieninhalte und medienpolitische Einstellungen bis zum individuellen Stressempfinden. In dieser weiterführenden Phase des Projekts soll nun mittels kognitiver Verfahren noch einmal tiefergehend erforscht werden, welche Veränderungen im Medienbereich auf welche Weise wahrgenommen werden.

 

mail Kontakt


Univ.-Prof. Dr. Christian Schemer
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-29373
Email

 

Dr. Philipp Müller
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institut für Publizistik
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-29378
Email

 

Links Weiterführende Links


» Website des Forschungs- und Lehrbereichs »Dynamiken von Gesellschaft und Kommunikation« am Institut für Publizistik der JGU

 

 

Bild: Dr. Stephan Barth / pixelio.de

DGPuK schreibt Theoriepreis aus

newsimageDie Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften (DGPuK) schreibt erstmals einen Theoriepreis für herausragende Theoriearbeiten aus. Alle zwei Jahre wird dieser Preis ab sofort an diejenigen Forscherinnen und Forscher verliehen, die eine umfassende schriftliche Arbeit mit ausgearbeitetem theoretischen Schwerpunkt zu kommunikationswissenschaftlichen Gegenständen verfasst und einreicht. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird erstmalig bei der Jahrestagung 2015 verliehen. Weiterlesen