Monat: Februar 2013

25. – 27. April 2013: "Der ganze Verlag ist einfach eine Bonbonniere“ – Der Ullstein Verlag in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts

Der Ullstein Verlag knüpfte seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert strategisch stets schnell und aktuell an die neuesten kulturellen, medialen, ökonomischen, technischen und politischen Entwicklungen an. Das galt für die Modernisierung des Maschinenparks, die frühzeitige Vermarktung von Filmrechten, die Gründung der ersten modernen Illustrierten, die legendären Ullstein-Schnitte, für Sprachlernprogramme und günstige Unterhaltungsliteratur. Diese Erfolgsgeschichte gründete auch auf dem konsequenten Ausnutzen der Verwertungskette für Texte und Bilder. Ullstein-Romane mußten für den sukzessiven Vorabdruck in der Presse, den Buchdruck und eine spätere Verfilmung geeignet sein, das Anwachsen populärwissenschaftlicher Beiträge in den Zeitungen und Zeitschriften zog folgerichtig verlagseigene Sachbuchreihen nach sich und der Ullstein Bilderdienst versorgt bis heute Medien weltweit. Dieser inhaltlichen, programmatischen und medialen Vielfalt, die Ullstein nicht selten den Vorwurf opportunistischer Indifferenz eintrug, den unternehmensinternen Verflechtung sowie den Wechselwirkungen mit den kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, wird interdisziplinär nachgegangen.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Um Voranmeldung per eMail an JProf. Dr. des. David Oels wird bis zum 31. März 2013 gebeten.

JProf. Dr. des. David Oels
email: oels(at)uni-mainz.de
Prof. Dr. Ute Schneider
Institut für Buchwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz

13. Februar 2013: Interner Expertenworkshop: „Gesundheit 2.0 – Gesundheitskommunikation und Gesundheitsförderung für Seniorinnen und Senioren mit Hilfe von Online-Medien“

Veranstalter: Prof. Dr. Oliver Quiring, Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Prof. Dr. Manfred Beutel, Prof. Dr. Boris Egloff, Prof. Dr. Dr. Perikles Simon, Prof. Dr. Birgit Stark,  Jun.-Prof. Dr. Elke Wagner

In einer alternden Gesellschaft mit knappen finanziellen und personellen Ressourcen stellt die Organisation und Finanzierung einer flächendeckenden gesundheitlichen Versorgung eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen dar. Angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen kommen qualitativ hochwertigen, effizienten und kostengünstigen Angeboten der Gesundheitskommunikation und -förderung für Seniorinnen und Senioren Schlüsselbedeutung zu. Gleichzeitig bringt der mediale Wandel neue Kommunikations- und Interaktionsformen mit sich - inklusive neuer Möglichkeiten und Risiken für den Gesundheitssektor.

Das Internet nimmt in der medienvermittelten Gesundheitskommunikation und -förderung schon heute eine Schlüsselrolle ein und wird weiter an Bedeutung gewinnen. In der Gruppe der älteren Internetnutzer sind zudem in den letzten Jahren starke Zuwächse zu verzeichnen. Auch weil sich diese Tendenz in Zukunft weiter verstärken wird, scheint Gesundheitskommunikation und -förderung für ältere Menschen mit Hilfe von Online-Medien in Zukunft eine denkbare Option.

Der Workshop diskutiert im kleinen Kreis, inwieweit sich Online-Medien in Deutschland für die Gesundheitskommunikation und Gesundheitsförderung im Hinblick auf Seniorinnen und Senioren sinnvoll nutzen lassen, wo die Chancen, Risiken und Grenzen der Nutzung von Online-Gesundheitskommunikation und -förderung liegen  und welche Anstrengungen unternommen werden müssen, um geeignete Konzepte zur Gesundheitskommunikation und Gesundheitsförderung für Ältere mit Hilfe von Online-Medien zu entwickeln.

Eingeladen sind:

Prof. Dr. Elmar Brähler, Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsklinikum Leipzig

Prof. Dr. Astrid Hedtke-Becker, Fakultät für Sozialwesen, Hochschule Mannheim; Präsidentin elect der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie

Dr. Claudia Lampert, Wissenschaftliche Referentin, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Universität Hamburg

4. und 5. März 2013: Die Finanzierung wissenschaftlicher Publikationen zwischen print und online

Veranstaltet wird die Tagung vom FSP in Zusammenarbeit mit dem Institut für Buchwissenschaft. Unter der Leitung von Prof. Dr. h.c. mult. Elmar Mittler und Prof. Dr. Ute Schneider referieren und diskutieren Spezialisten aus Forschung und Praxis über Businessmodelle in einer konvergenten Publikationswelt.

Die Dynamik der konvergenten Medienentwicklung im Internet, das als Publikations- und Forschungsinfrastruktur auch in den Geisteswissenschaften immer wichtiger wird, macht eine Neugestaltung der wissenschaftlichen Publikationsprozesse erforderlich. Forschungsergebnisse müssen mehr und mehr in der vernetzten Wissenschaft für die Universitäts- Fach und Staatsgrenzen übergreifende Nutzung zugänglich sein. Damit wird auch das traditionelle Publikationsmodell der geisteswissenschaftlichen Monographie zugunsten flexiblerer digitaler Publikationsformen in Frage gestellt, die auch open access zur Verfügung stehen. In letzter Konsequenz kann es zu einer Umkehr der Finanzströme kommen, bei der Universitäten, Forschungsförderer und letztlich die Bibliotheken nicht mehr (nur) die Publikationen bezahlen,sondern bereits das Publizieren selbst finanzieren. Doch war das bisherige wissenschaftliche Publikationsmodell nicht letztlich durch die Absatzsicherheit der wissenschaftlichen Community und ihrer Bibliotheken gewährleistet? Wie sehen dem gegenüber die Businessmodelle für die Zukunft aus? Wie kann ein sinnvoller Übergang oder ein effizientes Miteinander der unterschiedlichen Modelle erreicht werden. Dies sind Fragestellungen, die es einerseits erforderlich machen, das Funktionieren des traditionellen Systems an exemplarischen Fällen zu untersuchen, andererseits die unterschiedlichen Aspekte neuer Modelle zu analysieren und intensiv zu diskutieren.

 Nähere Programminformationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer.

 

Um Anmeldung wird gebeten an:

Institut für Buchwissenschaft
Frau Renate Geyer, Sekretariat
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
55099 Mainz
rgeyer@uni-mainz.de

8. Februar 2013 Expertenworkshop

Veranstalter: Prof. Dr. Birgit Stark, Prof. Dr. Dieter Dörr und Prof. Dr. Stefan Aufenanger

In einer von Google dominierten Internetwelt ist es dringlicher denn je, über die Meinungsmacht von Suchmaschinen zu diskutieren. Als Schlüssel zur Aufbereitung und zum Finden digitaler Informationen nehmen sie eine Gatekeeperposition ein, denn ohne ihre sortierende, strukturierende und filternde Hilfe wäre eine Nutzung des Internets in der üblichen Form schlichtweg undenkbar. Vor allem die personalisierte bzw. soziale Suche hat aber nicht nur Vorteile, sondern birgt auch Risiken für die Nutzer, derer sich diese oft nicht bewusst sind: Individualisierte Suchergebnisse – zugeschnitten auf vorhandene Bedürfnisse und Interessen der User und abgestimmt auf Empfehlungen von Freunden – werden zur Regel. In der Folge steigt die Gefahr eines eingeschränkten Informationszugangs. Dadurch steht die medienpolitische Sicherung von Vielfalt im digitalen Medienensemble vor großen Herausforderungen.

Das vom Forschungsschwerpunkt geförderte Projekt "Die Googleisierung der Informationssuche - Suchmaschinen im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Regulierung" untersucht die Gatekeeper-Funktion von Suchmaschinen aus der Nutzer- und der Regulierungsperspektive. Auf der Basis einer qualitativen Nutzerbefragung, die die Medienkompetenz im Umgang mit Suchmaschinen beleuchtet, werden medienpolitische und medienpädagogische Handlungsempfehlungen ausgearbeitet. Die Ergebnispräsentation der qualitativen Nutzerbefragung ist der Anlass, in einem kleinen Kreis von Expertinnen und Experten über die Implikationen für Regulierung und Medienpolitik zu diskutieren.

Im Rahmen der 63. Jahrestagung der International Communication Association (ICA) „Challenging Communication Research“  die vom 17.-21. Juni 2013 in London stattfindet werden Pascal Jürgens und Birgit Stark, erste Ergebnisse im Vortrag “Measuring Personalization Effects in Google Search Results” international präsentieren.

Eingeladen sind:

Dr. Eva Flecken, Medienanstalt Berlin-Brandenburg (Digitale Projekte, Netz- und Medienpolitik)

Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg

Prof. Dr. Ottfried Jarren, Professor für Media & Politics, IPMZ Uni > Zürich

Dr. Ansgar Koreng, Anwalt mit dem Spezialgebiet Medienrecht bei Jaschinski Biere Brexl

 

08.-10. Mai 2013 – 58. Jahrestagung der DGPuK

Im Jahr 2013 jährt sich die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft zum fünfzigsten Mal. Die Medienwelt hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten große Umwälzungen erlebt – technologische Innovationen und gesellschaftlicher Wandel haben unser Fach mit vielfältigen theoretischen und methodischen Herausforderungen konfrontiert. Themenschwerpunkte haben sich verschoben, alte Grenzziehungen wurden durchbrochen, neue Grenzlinien markiert.

Diesem Wandel trägt die 58. Jahrestagung der DGPuK in Mainz vom 8. bis zum 10. Mai 2013 schon in ihrem Titel Rechnung: „Von der Gutenberg-Galaxis zur Google-Galaxis. Alte und neue Grenzvermessungen nach 50 Jahren DGPuK.“ Runde Geburtstage geben oft den Anstoß zu Rückblick, Bestandsaufnahme und Standortbestimmung – aber auch zu einem Blick in die Zukunft. Welche Grenzen, die für die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft früher prägend waren, haben sich aufgelöst? Welche Rolle spielen unsere klassischen kommunikationswissenschaftlichen Ansätze in einer sich rasch wandelnden Medienwelt noch? Wo besteht Bedarf an neuen Denkansätzen und Methoden? Welche Anpassungen haben wir bisher leisten können – und wo zeichnen sich neue Herausforderungen ab? Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese Fragen auf der 58. Jahrestagung der DGPuK in Mainz zu diskutieren.

Zur Website der 58. Jahrestagung der DGPuK

Zum Twitteraccount der 58. Jahrestagung der DGPuK Hashtag: #dgpuk2013

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Zum Youtubeaccount der 58. Jahrstagung der DGPuK

 

Konzept des FSP Medienkonvergenz zur Ausstellung auf der Cebit 2013 in den Hallen 7 und 9

Konzept des FSP Medienkonvergenz zur Ausstellung auf der Cebit 2013 in den Hallen 7 und 9

Der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der JGU Mainz wird sein interdisziplinäres Forschungsprofil auf der Cebit 2013 an zwei Ständen in den Hallen 7 und 9 präsentieren:

In Halle 7 wird der Forschungsschwerpunkt zum Thema „Medienkonvergenz – Übergänge und Transformationen von analog zu digital“ aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse zu den zentralen Forschungsfeldern des FSP Medienkonvergenz Medieninnovationen und Gesellschaftliche Transformationsprozesse vorgestellt. Einen zusätzlichen Einblick in die Arbeit des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz erhalten interessierte Besucher/innen in einem Science TV Film zum Thema „Socal Reading“ der anlässlich des Cebit-Auftritts gerade vom Medienzentrum der JGU Mainz im Auftrag des FSP Medienkonvergenz produziert und erstmals auf der Cebit der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Folgende Projekte und Themen werden am Stand gezeigt:

Halle 7:„Medienkonvergenz – Übergänge und Transformationen von analog zu digital“

Medieninnovationen – Präsentation der App „Wörterbuch des Buches“

Der Medienwechsel von print zur digital hat mit besonderer Wucht  die Lexikon- und Wörterbuchsparte erfasst; Print lässt sich - wenn überhaupt - nur noch in hybrider Vertriebsmodellen absetzen. Mit der Entwicklung eines Apps zum eingeführten "Wörterbuch des Buches" wird die Medieninnovation exemplarisch erforscht: eine Marktanalyse vorgenommen, der Mehrwert der digitalen Version (interaktive Grafiken, Abbildungen, Dokumente) ermittelt, die technische Umsetzung auf dem iPad incl. des Designs erprobt, ein neues Geschäftsmodell entwickelt. Das Forschungsergebnis wird Vorbildcharakter für e-publishing Verlage besitzen.

Gesellschaftliche Transformationsprozesse – Lehren und Lernen mit digitalen Werkzeugen und Bildungsmedien in Schule und Hochschule

Folgen von Medienkonvergenzprozessen lassen sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und Institutionen feststellen. Einen besonderen Stellenwert nimmt hierbei das Bildungssystem ein. Die dort vorfindbaren Transformationsprozesse lassen sich als ein Wechsel von einer analogen hin zu einer digitalen Struktur der Gestaltung von Bildungsprozessen in Schule und Hochschule beschreiben. Zentral ist daher die Beantwortung der Fragen wie sich in Bildungsinstitutionen unter dem Aspekt von Medienkonvergenz analoge und digitale Medien miteinander verbinden lassen und welche Herausforderungen institutioneller und pädagogisch-didaktischer Art dabei bewältigt werden müssen. Präsentiert werden laufende Forschungsprojekte mit Tablets an Schulen und Hochschulen. Die Erkenntnisse zum didaktischen Mehrwert sowie zur medienkonvergenten Nutzung von Bildungsmedien sind für Schulträger, Verlage, Lehrende wie die interessierte Öffentlichkeit  gleichermaßen von Bedeutung und Interesse.

Halle 9: „Medienkonvergenz – Übergänge und Transformationen von analog zu digital“

Digitale Medien und Internet – Gefahren für die (psychische) Gesundheit

In dieser Präsentation werden wir übergreifend informativ auf die Gefahren für die (psychische) Gesundheit aufmerksam machen, die einer problematischen bis exzessiven Nutzung von PC- und Internet unterliegen. Neben ausführlichen Informationen finden interessierte Fachbesucher hier auch die Möglichkeit, einen psychologischen Test am PC durchzuführen, der (vor)bewusste Einstellungen zum Internet abbildet. Die Auswertung zeigt, inwieweit Testpersonen  Ähnlichkeiten  zu Denkmustern der Patienten der Ambulanz für Spielsucht der Psychosomatischen Klinik an der Universitätsmedizin der JGU Mainz aufweisen. Ziel ist es, den interessierten Fachbesuchern ein Auswertungsblatt über ihr Abschneiden bei dem Test mitgeben zu können. Hierbei handelt es sich um den Impliziten Assoziationstest (IAT), der an Harvard University entwickelt wurde, und in einer Studie der Ambulanz für Spielsucht mit Unterstützung des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz angewendet wird.

Ansprechpartnerin des Messeauftritts des FSP Medienkonvergenz:

Luise Ludwig

Geschäftsführerin Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz  Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
Beuscheradresse:
Dietrich-Gresemund-Weg 4 | 55128 Mainz
Kontaktdaten:
Tel.: 06131 / 39-22330 | Fax: 06131 / 39-22332

Mail FSP: medienkonvergenz@uni-mainz.de
Mail: luise.ludwig@uni-mainz.de
Web: http://www.medienkonvergenz.uni-mainz.de/

 

Inhaltliche Ansprechpartner/innen der Projekte:
Projekt 1: Medieninnovationen – Präsentation der App „Wörterbuch des Buches“

Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel

Leiter des Instituts für Buchwissenschaft
Sprecher "Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz"
J. Gutenberg Universität Mainz
D-55099 Mainz
Tel. 06131-392 2580
fuessel@uni-mainz.de

Projekt 2: Gesellschaftliche Transformationsprozesse – Lehren und Lernen mit digitalen Werkzeugen und Bildungsmedien in Schule und Hochschule

Luise Ludwig

Geschäftsführerin FSP Medienkonvergenz
Wiss. Mitarbeiterin AG Medienpädagogik
J. Gutenberg Universität Mainz
D-55099 Mainz
Tel.: 06131-39-22330
E-Mail: luise.ludwig@uni-mainz.de
Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger

AG Medienpädagogik/ Institut für Erziehungswissenschaft
Dekan Fachbereich 02 – Sozialwissenschaften, Medien und Sport
J. Gutenberg Universität Mainz
D-55099 Mainz
Tel.: 06131 39-26652
E-Mail: aufenang@uni-mainz.de
Projekt 3: Digitale Medien und Internet – Gefahren für die (psychische) Gesundheit

Dr. Klaus Wölfling

Psychologische Leitung - Ambulanz für Spielsucht
Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
UNIVERSITÄTSMEDIZIN der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
D-55131 Mainz
Tel. 06131-17-6147
E-Mail: woelfling@uni-mainz.de

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